Katholische Kirchengemeinde Eningen
 
 
 
 

Wer kennt Jochebed?

Wenn ich Ihnen von ihr erzähle, wissen Sie sofort, wer gemeint ist: sie ist eine der vielen Mütter, die sich im Hintergrund halten. Eine der Mütter, die alles für ihr Kind tun, um ihm das Leben zu schenken und es zu schützen. Eine Mutter, die viel Phantasie und noch mehr Mut aufbringt, als das Leben ihres Säuglings vom Tode bedroht ist. Die Söhne ihrer Nachbarinnen und Freundinnen sollten auf Geheiß des Pharao im Nil den Tod finden – sie baut ihrem Sohn ein Kästchen, das sie mit Pech und Teer versiegelt (wie damals Noah seine Arche), um ihn im Schilf des Nil auszusetzen. Sie ist voller Hoffnung und Gottvertrauen, dass das Kästchen gefunden – und damit ihr Kind gerettet - wird. Jahre später rettet genau dieses Kind am Schilfmeer das Volk Israel …

 

 

Mutter Jochebed

 

So, wie Gott selbst

seine Schöpfung anschaute

und für „gut“ befand,

schaust du auf dein Kind.

 

So, wie Gott selbst

Leben schenkt und schützt,

trägst du Fürsorge für dein Kind.

 

So, wie Gott selbst

befreit und rettet,

hilfst du deinem Kind, zu leben.

 

Du bleibst im Hintergrund

deine Mutterliebe

kann loslassen

Dein Vertrauen

ermöglicht Zukunft

Deine Tatkraft und dein Glaube

machen stark

 

Du „Tochter Levis“

du Tochter des Gottes Saras, Rebekkas,

Leas und Rahels

trägst in dir die Zusage

aus dem Dornbusch:

„Ich bin da! Fürchte dich nicht! Hab Vertrauen!“

 

Gabriele Ruppert

Wer ist Jochebed?

Ja, genau: sie ist die Mutter von Mose – und auch von Aaron und Mirjam. Ihr Name taucht erst viel später in Ex 6, 20 auf. Unsere Geschichte spielt im 2. Kapitel des Buches Exodus: Aus Angst vor einer möglichen Übermacht der Fremden im Land verordnet der Pharao, dass alle neugeborenen Jungen bei der Geburt zu töten sind. Die Hebammen Schifra und Pua widersetzen sich durch eine List diesem lebensfeindlichen Befehl. Jochebed, die Mutter des Mose versteckt ihr Kind – doch als es älter wird und kräftiger schreit, ist es unmöglich, dieses Kind vor den patrouillierenden Soldaten geheim zu halten. Mit dem Mut der Verzweiflung baut sie ein Kästchen, eine „Arche“, (meistens übersetzt mit „Binsenkörbchen“) und lässt es im Nil schwimmen. Die Tochter des Pharao ist mit ihren Dienerinnen vor Ort und will baden. Dann entdeckt sie dieses schöne Kind. Mirjam, die Schwester des Mose, hatte alles beobachtet. Sie bietet an, eine Frau zu suchen, die das Baby stillen kann --- und sie denkt dabei natürlich an ihre Mutter. Die Prinzessin lässt sich darauf ein und Mose ist für’s Erste gerettet!

 

Nachzulesen ist die ganze Geschichte im Buch Exodus 2, 1 – 10

                                                                                                      Gabriele Ruppert

 
 
 
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